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Gastronomie und Tourismus

Sachsen hat sich seit 1991 zu einem gefragten touristischen Ziel etabliert. Zwar war 2015 ein durchwachsenes Jahr für den Sachsen-Tourismus, dennoch konnten mit insgesamt 7,4 Mio. Gästen und 18,7 Mio. Übernachtungen fast die Vorjahreszahlen erreicht werden. Damit ist die Tourismuswirtschaft ein wichtiges wirtschaftliches Standbein unserer Region. Dahinter stehen rund 7.200 Unternehmen im Kammerbezirk Dresden - egal ob Hotel, Gaststätte oder Pension, Freizeiteinrichtung, Campingplatz, Reiseveranstalter oder -mittler. Diese Wirtschaftskraft zu sichern und auszubauen, ist unser Ziel. Die IHK Dresden berät und ist Partner für tourismuspolitische Fragen und bietet eine Plattform für konstruktiven Informations- und Meinungsaustausch zwischen den am Tourismus beteiligten Unternehmen, Verbänden sowie Institutionen.

 

Unsere Leistungen für die Tourismuswirtschaft im Überblick

  • Die IHK bündelt und vertritt die Interessen des gesamten Tourismusgewerbes gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit. Der Tourismusausschuss der IHK Dresden bietet allen kammerzugehörigen Akteuren der Tourismuswirtschaft eine Plattform, um aktuelle Themen zu diskutieren und sich für einen attraktiven und leistungsstarken Tourismusstandort einzusetzen.
  • Die IHK Dresden berät Sie zu allen unternehmensrelevanten Fragestellungen. Wir unterstützen Sie bei Ihren Förderanträgen, verfassen fachliche Stellungnahmen und geben Tipps für die Weiterentwicklung Ihres Unternehmens.
  • Die IHK ist Forum für den Informationsaustausch. Jährlich bieten wir eine Vielzahl an Fachveranstaltungen, Seminaren und Unternehmergesprächen an.
  • Die IHK Dresden liefert Zahlen und Fakten. Im Rahmen der Saisonumfrage analysieren wir zweimal jährlich das Meinungsbild der touristischen Unternehmen im IHK-Bezirk.
  • Die IHK fördert Kooperationen, denn Tourismus ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Die IHK Dresden arbeitet daher eng mit den Ministerien, dem Landestourismusverband Sachsen e.V., der Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH, dem DEHOGA Sachsen und den regionalen Tourismusverbänden zusammen.
  • Die IHK Dresden setzt sich für die Qualitätsentwicklung im Tourismus ein und ist Mitglied in der DEHOGA-Hotelklassifizierungskommission und im Landesbeirat für Kur- und Erholungsorte im Freistaat Sachsen. Zudem wird die Initiative ServiceQualität Deutschland in Sachsen ideell unterstützt.
  • Die IHKs sind zuständige Stellen für die Eintragung, Beratung und Überwachung von Ausbildungsverhältnissen in allen tourismusrelevanten Berufen. Hierzu zählen z. B. die Berufe des Hotel- und Gaststättenbereichs, der Reisebüros, des Handels und der Dienstleistung.

 

Zahlen / Daten / Fakten

Tourismusbetriebe im Kammerbezirk

Im Kammerbezirk Dresden engagieren sich rund 7.200 Unternehmen für ein gelungenes Reiseerlebnis des Gastes. Der Großteil der Unternehmen entfällt auf den Wirtschaftszweig der Gastronomie. Mit Stand 31. Dezember 2015 gehören insgesamt 4.890 Restaurants, Gaststätten, Imbissstuben, Cafés, Eissalons und andere Verpflegungsdienstleistungen zum Bezirk der IHK Dresden. Dahinter folgt die Beherbergungsbranche mit 1.379 Hotels, Gasthöfen und Pensionen. Aber auch Ferienzentren, Campingplätze und andere Beherbergungsstätten zählen dazu. Des Weiteren sind im Kammerbezirk Dresden 956 Reisebüros und Reiseveranstalter aktiv. Als Querschnittsbranche profitieren noch viele weitere Wirtschaftszweige wie Einzelhandel, Handwerk oder Dienstleistungsbetriebe vom Tourismus.

Tourismusstrategie Sachsen 2020

Im November 2011 wurde im Kabinett die Tourismusstrategie 2020 des Freistaates Sachsen beschlossen. Damit sind die Weichen für die zukünftige touristische Entwicklung in Sachsen gestellt und ein Orientierungsrahmen für alle Tourismusbeteiligten gesetzt. Ziel ist es, die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Reiseregionen in Sachsen zu stärken. Die sächsischen IHKs waren bei der Erstellung der Strategie einbezogen und haben sich u.a. für eine Senkung der Belastungen der Unternehmen insbesondere im Bereich GEMA, GEZ und Mehrwertsteuersatz in der Gastronomie stark gemacht. Tourismusstrategie Sachsen 2020

 

Weitere Studien

OSV-Tourismusbarometer 2016

Der Tourismus in Ostdeutschland ist gut 25 Jahre nach der Deutschen Einheit in der Reifephase angekommen. 2015 entwickelte sich der Tourismus in Ostdeutschland mit einem Übernachtungszuwachs von 1,7 Prozent leicht unter dem Bundesniveau (+ 2,9 Prozent). Auch das Reiseland Sachsen musste Einbußen in Kauf nehmen. Starke Zuwächse sind in aller Regel nur noch in den Newcomer-Regionen wie den künstlichen Seendestinationen in Brandenburg und Sachsen oder durch Sondereffekte (zum Beispiel die Bundesgartenschau im Havelland) möglich. Dies geht aus dem Sparkassen-Tourismusbarometer 2016 des Ostdeutschen Sparkassenverbandes (OSV) hervor.
Weitere Informationen zum Tourismusbarometer finden Sie im Internet unter: http://www.tourismusbarometer.de
 

Arbeitsmarkt- und Fachkräfteanalyse Tourismus

Der Ruf der deutschen Tourismusbranche nach Nachwuchs und qualifizierten Fachkräften wird immer lauter. Das zeigen die Ergebnisse einer bundesweiten Arbeitsmarkt- und Fachkräfteanalyse Tourismus. Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Projekt startete im Mai 2012 mit dem Ziel, Aussagen zur aktuellen Fachkräftesituation in Deutschland zu erhalten. Die Befragungsergebnisse bestätigen: Bereits jeder 2. Betrieb ist auf der Suche nach Personal. Unterstützung für Tourismusbetriebe liefert ab sofort ein Handlungsleitfaden rund um Personalfragen. Der Leitfaden steht unter http://www.tourismus-fachkraefte.de als Download zur Verfügung.
 

Wirtschaftsfaktor Tourismus in Sachsen

Tourismus hat sich zu einem wichtigen Glied in der Wertschöpfungskette des Landes entwickelt. Reisen und Tagesausflüge erzielten 2013 einen Bruttoumsatz von 7,45 Mrd. Euro, daraus ergibt sich ein Einkommensäquivalent von rund 200.000 Menschen, die ihren Lebensunterhalt vom Tourismus bestreiten können. Zu diesem Ergebnis kommt der Landestourismusverband Sachsen e.V. in seiner Berechnung zum Wirtschaftsfaktor Tourismus 2013. Statistiken und Zahlen zum Toursimus in Sachsen des LTV
 

Wirtschaftliche Situation des Hotel- und Gaststättengewerbes

Mit knapp 9.100 Unternehmen und rund zwei Milliarden Euro Umsatz ist das Gastgewerbe der bedeutendste Wirtschaftsfaktor im Bereich Tourismus. Die wirtschaftliche Situation der Branche wurde nunmehr in der sechsten Grundlagenuntersuchung für das Gastgewerbe im Freistaat Sachsen analysiert. Im Auftrag Im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) sowie der sächsischen Industrie- und Handelskammern und des DEHOGA Sachsen wurden betriebswirtschaftliche Kennziffern, Produktivitätskennzahlen, die Finanzierungs- und Vermögenssituation sowie die Investitionstätigkeit der Unternehmen erfasst und Potenziale bewertet.

 

Rechtliche Anforderungen

Allergenkennzeichnung

Seit dem 13. Dezember 2014 müssen nach der EU-Lebensmittelinformations-Verordnung alle Informationen über die 14 wichtigsten allergieauslösenden Zutaten auch bei unverpackten Lebensmitteln gegeben werden. Die Regelungen betreffen also die gesamte Gastronomie - vom Imbissbetrieb, über das Restaurant bis hin zum Caterer. Die Informationen über die 14 Hauptallergene und ihre "Unterallergene" (z.B. Gluten: Weizen, Roggen, etc.) in den jeweiligen Gerichten können in den Speisekarten am Tisch, in separaten Allergikerspeisekarten oder Ordnern vorgehalten werden. Die mündliche Auskunft ist nur ausnahmsweise und unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Infoblatt zur Allergenkennzeichnung
Tipp: Unternehmern wie Mitarbeitern hilft ab sofort ein neues, unter Federführung der bayerischen Industrie- und Handelskammern (IHKs) entwickeltes Internetportal bei der Umsetzung der Vorschriften zur Lebensmittelhygiene. Die Online-Hilfe bietet Gastronomen, Händlern und Lebensmittelherstellern praxistauglich aufbereitete Tipps beispielsweise zum Umgang mit leicht verderblichen Lebensmitteln, zum Aufbau eines Hygienekonzeptes und zu den regelmäßig vorgeschriebenen Schulungen. Da die Vorschriften zur Lebensmittelhygiene auf europarechtlichen Vorgaben beruhen, ist die neue Online-Hilfe bundesweit einsetzbar. Sie finden das kostenfreie Angebot unter http://www.onlinehilfe-lebensmittelhygiene.de.
 

Sächsisches Gaststättengesetz (SächsGastG)

Sächsische Wirte müssen bei Eröffnung einer Gaststätte und auch nach einem Betreiberwechsel keine teure Genehmigung mehr einholen. Das geht aus dem neuen sächsischen Gaststättengesetz hervor, das der Sächsische Landtag am 15. Juli 2011 verabschiedet hat. Seitdem genügt bei Eröffnung und Wechsel eine kurze Information bei der zuständigen Gewerbebehörde spätestens vier Wochen vor Beginn des Betriebs (bei Straußwirtschaften 2 Wochen). Auch der Nachweis einer gaststättenrechtlichen Unterrichtung bei der Industrie- und Handelskammer ist seitdem nicht mehr erforderlich. Wird in der Gaststätte auch Alkohol angeboten, wird die Zuverlässigkeit des Gewerbetreibenden anhand eines Führungszeugnisses sowie weiterer Dokumente geprüft. Gaststättenbetreiber sind jedoch nach wie vor an das Bau-, Lebensmittelhygiene- und Immissionsschutzrecht gebunden und müssen sich eigenverantwortlich informieren. Merkblatt zum Sächsischen Gaststättengewerbes

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