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Neuer IHK-Beruf auf der Zielgeraden

Ausbildung, Dienstleistungen, Gastronomie und Tourismus, Handel, Verkehr | 10.10.2017

Ab August 2018 können Kaufleute im E-Commerce ausgebildet werden.

Für interessierte Unternehmen findet dazu am 5. Februar 2018 von 15 bis 17 Uhr eine Informationsveranstaltung statt. Näheres zur Veranstaltung sowie Anmeldung erfahren Sie zeitnah auf den Internetseiten der IHK Dresden.

Für den neuen Ausbildungsberuf "Kaufmann im E-Commerce" können Unternehmen ihre Ausbildungsabsicht für 2018 beim Bundesverband für E-Commerce und Versandhandel unverbindlich und anonym melden. Ziel ist es, die Berufsschulstandorte bedarfsgerecht zu planen.
Die Eintragung erfolgt über www.ecommerce-ausbilden.de. Erfasst werden die Anzahl der geplanten Ausbildungsplätze und die Postleitzahl. Angaben zum Unternehmen sind freiwillig.
 
 

Weitere Informationen zum neuen Ausbildungsberuf

Die Wirtschaft wird zunehmend digitaler. Damit wächst der Bedarf an kompetenten und gut ausgebildeten Fachkräften, die für die künftigen Herausforderungen gewappnet sind. Um für entsprechend qualifizierten Nachwuchs zu sorgen, werden in erster Linie bestehende Berufsbilder überarbeitet und um die neuen Anforderungen ergänzt. Doch in manchen Fällen reicht das nicht aus. Dies gilt beispielsweise für den starken Wachstumsbereich E-Commerce, in dem sich völlig neue Tätigkeitsfelder mit wertschöpfungsstufenüberschreitenden Prozessen und Geschäftsmodellen herausgebildet haben. Die bisher verfügbaren Ausbildungsberufe passen nur bedingt zu den neuen Anforderungen, Inhalten und Arbeitsweisen.
 

Startschuss erfolgt 2018

Ab August 2018 wird die dynamische Expansion des E-Commerce auch über zusätzliche berufliche Entwicklungswege in der Aus- und Fortbildung abgebildet. Mit einem maßgeschneiderten dualen Ausbildungsberuf Kaufmann im E-Commerce wird eine neue, auf digitale Geschäftsmodelle ausgerichtete kaufmännische Qualifikation angeboten, die eine solide und breite Basis für den Fachkräftenachwuchs legt. Im Bereich der Höheren Berufsbildung startet demnächst die Erarbeitung einer Fachwirtregelung.
 

Für welche Unternehmen ist der neue Ausbildungsberuf geeignet?

Der Beruf Kaufmann im E-Commerce kann im Handel (Einzel-, Groß- und Außenhandel) ausgebildet werden, aber auch für andere Branchen wie touristische Unternehmen, Dienstleistungsanbieter oder Hersteller, die ihre Angebote online vertreiben, infrage kommen. Ziel ist es, auch solche Betriebe für die duale Ausbildung zu gewinnen, die bisher wenig oder gar nicht ausbilden, da bislang ein entsprechender Beruf fehlte.
 

Welche Inhalte stecken im Beruf?

Der Kompetenzerwerb findet über 36 Monate hinweg sowohl im Ausbildungsbetrieb als auch in der Berufsschule statt. Kaufleute im E-Commerce wählen Vertriebskanäle aus und setzen diese ein. Sie analysieren das Nutzerverhalten, kooperieren mit internen und externen Dienstleistern und sind mit den rechtlichen Regelungen vertraut (Wettbewerbsrecht, Urheberrecht, Datenschutz etc.). Sie sorgen für die Beschaffung und das Einstellen von Produktdaten in kundenfreundlicher Form. Sie legen Angebotsregeln fest, wählen Bezahlsysteme aus, setzen Testmethoden ein und werten diese aus. Die angehenden Fachkräfte setzen agile Arbeitsweisen ein und nehmen die Planung, Umsetzung und Auswertung von Projekten vor. Dazu gehört auch die Beschaffung und Auswertung von englischsprachigen Informationen. Weitere Schwerpunkte legt die Ausbildung auf die Kundenkommunikation über verschiedene Kanäle, die Vorbereitung und Durchführung von Maßnahmen des Online-Marketings, das Planen und Optimieren der Customer Journey sowie die Anbahnung und Abwicklung von Online-Waren- und Dienstleistungsverträgen (inkl. der Organisation von Rückabwicklungsprozessen). Zudem erwerben die angehenden Kaufleute während der dreijährigen Ausbildung Know-how für den Einsatz kennzahlen-basierter Instrumente der kaufmännischen Steuerung und zur Durchführung von Kundenwertanalysen.
 

Fragen? Die Ausbildungsberater der IHK Dresden unterstützen Sie gerne

Die skizzierten Inhalte des neuen Ausbildungsberufes machen deutlich, dass interessierte Betriebe über persönlich und fachlich geeignetes Ausbildungspersonal verfügen müssen. Wichtig ist, dass alle Mindestinhalte abgebildet werden können und die Ausbildungsberechtigung vorliegt. Sobald die Ausbildungsordnung erlassen wurde (ca. ab Januar 2018), sollte mit den Ausbildungsberatern der IHK geklärt werden, ob alle vorgesehenen Lernziele im jeweiligen Betrieb umsetzbar sind. Basierend darauf können Unternehmen dann Ausbildungsverträge bei ihrer IHK eintragen lassen. Aber auch vorab kann man sich bei speziellen und auch allgemeinen Fragen rund um die duale Ausbildung gerne an die Ausbildungsberater wenden.

Ansprechpartner

Marina Kapischke
regionale Zuständigkeit: 

Stadt Dresden, Landkreise Meißen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

Telefon: 0351 2802-671
Martina Klose
regionale Zuständigkeit: 

Landkreise Bautzen und Görlitz

Telefon: 03581 4212-42
docID: D73879